Am Samstag waren wir in Quinua (nicht zu verwechseln mit Quinoa, dem Korn der Inka), Luftlinie etwa 33 Kilometer von Ayacucho. Luftlinie! Die Buslinie (wobei die Bezeichnung Bus vielleicht ein wenig in die Irre führt: es handelt sich hierbei um vollbesetze15-Sitzer so gross wie ein VW-Touran) ist ca. eine Stunde unterwegs, über Andenserpentinen, vorbei an kleinen Dörfern, durch Berg und Tal, über oder eher durch kraterähnliche Schlaglöcher und mit Blick auf den größtenteils unmittelbaren Abgrund. Nichts für schwache Nerven, daher greift Navina auch gern mal zu ihren Reisetabletten.
Oberhalb von Quinua in der sogenannten Pampa de Ayacucho steht der "Weisse Obelisk" ein Denkmal, welches an die Unabhängigkeit Perus von den Spaniern nach der "Schlacht bei Ayacucho" erinnern soll.
Hier tummeln sich am Wochenende viele Jugendliche, um Fußball zu spielen, denn es gibt eine große, grüne Rasenfläche. Eine Seltenheit in dieser Gegend.
Noch etwas weiter bergauf befindet sich ein Wasserfall (Catarata), den man entweder zu Fuss oder mit Pferden erreichen kann. Wir haben uns für letzteres entschieden, was für 8 Nuevo Soles pro Person durchaus empfehlenswert ist. Danach ist man wieder auf seine Füße angewiesen und muss noch ein kleines Stück bergauf und -ab durch den Selva. Am Ende muss dann auch noch etwas geklettert werden und schon steht man vor oder eher in dem Wasserfall. Das klingt vielleicht unspektakulär, ist aber auf 3300m Höhe dann doch ziemlich anstrengend. Angeblich kann man hier auch baden, was wir aufgrund der Wassertemperatur und der unbarmherzigen Moskitos jedoch nicht raten würden.
Viel Spaß mit den Fotos und Saludos desde el Peru!
